DER GUTENACHTBUS IST EIN DÜSSELDORFER PROJEKT

 

 

Der gutenachtbus ist ein Projekt von vision:teilen - eine franziskanische Initiative gegen Armut und Not e.V. und fiftyfifty. Hauptanliegen von vision:teilen ist der Einsatz für Menschen in Armut und Not, vor Ort, aber auch weltweit.

Armut und Obdachlosigkeit sind Schicksale, die schuldlos oder schuldig viele treffen können. Manche befreien sich daraus aus eigener Kraft, viele aber brauchen dauerhaft Hilfe, um zu überleben. Staatliche Unterstützungsleistungen und kommunale oder karitative Anlaufstellen sind in Deutschland vorhanden und können über Tag genutzt werden.

Aber was passiert mit denen, die nach 22 Uhr noch auf der Straße sind? Wenn Kälte und die Aggressivität zunehmen, wenn die soziale Kontrolle versagt und isolierte Menschen zum Opfer von Gewalt werden. Wenn mit der Dunkelheit auch der Mut sinkt, braucht es einen Ansprechpartner. Das im Jahr 2011 ins Leben gerufenen Projekt gutenachtbus schließt die Lücke durch privates Engagement. Mit Hilfe von Spenden richteten vision:teilen und fiftyfifty einen Mercedes-Sprinter als mobiles Ess- und Sprechzimmer ein, der in Notfällen auch für den Personentransport genutzt wird. Der Bus wird ganzjährig eingesetzt und unter der Leitung eines Sozialarbeiters von Ehrenamtlichen begleitet, die die Nöte der Obdachlosen auf der Straße kennen.

NEU: MOBILE HILFE FÜR OBDACHLOSE FRAUEN


Da es sich bei unseren Gästen am Bus größtenteils um Männer handelt, ist dieser viel mit Männerkleidung beladen. Für die Frauen, die uns dann am Bus besuchen, war also oft die Enttäuschung groß, da vieles entweder nicht passte oder zu schnell verteilt wurde.

Zum Glück hat Silke, die Leiterin des Frauenbusses, sich nicht damit zufrieden gegeben. Denn Frauen brauchen - was eben Frauen brauchen! Und die Umsetzung in die Tat hat auch nicht lange gedauert. Seit zwei Jahren gibt es den „Frauenbus“, der zweimal im Monat mit dem Gutenachtbus herausfährt und nur von Frauen begleitet ist – Frauen für Frauen also.

Einsatzorte

Zusammen mit dem Gutenachtbus
22.00 – 23.00 Uhr: in der Altstadt (an der Dominikanerkirche/Kommödchen)
23.30 – 00.30 Uhr: am Hauptbahnhof (Karlstraße/Ecke Friedrich-Ebert-Straße)

Einsatztage

Ganzjährig, jeden zweiten und letzten Mittwoch des Monats

vision:teilen e.V. ist eine von zwei Franziskanern 2008 gegründete Initiative, die durch ihren Einsatz zu mehr materiellem und seelischem Gleichgewicht in der Welt beitragen will. In Kooperation mit kirchlichen, staatlichen und sozialen Institutionen setzen sie sich für die Überwindung menschenunwürdiger Armut und Not sowohl auf lokaler wie auch auf weltweiter Ebene ein. Ebenso wie in Deutschland und selbst in einer reichen Stadt wie Düsseldorf ist weltweit eine zunehmend größere Kluft zwischen Arm und Reich zu verspüren. Darauf verweist die wachsende Zahl obdachloser Menschen in Deutschland und Europa, die für ihre Grundversorgung auf Armenküchen, Tafeln und karitative Einrichtungen verwiesen sind. vision:teilen stellt sich dieser Herausforderung durch die Initiative des gutenachtbusses ebenso wie durch sie Sorge um den Nächsten in „hallo nachbar!“ und "Housing First" Zudem gibt es die Schatztruhe. Einen Second-Hand Laden, dessen Erlöse und die Arbeit des Vereins einfließen. www.vision-teilen.org

fiftyfifty ist eine gemeinnützige Organisation, die Obdachlosen als Lebenshilfe zur Seite steht. Ihre Initiatoren werden dabei von einigen ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt. Neben der Bereitstellung von Wohnungen, Arbeit, Kleidung, Duschmöglichkeiten, medizinischer Hilfe für Mensch und Tier und Armenspeisungen trägt fiftyfifty die Sorge für die gleichnamige Straßenzeitung. Diese wird in einer Auflage von 60.000 Exemplaren von Menschen in sozialer Not in verschiedenen westdeutschen Großstädten verkauft. Der Erlös geht zur Hälfte an den Verkäufer und fließt zur anderen Hälfte in Organisation und Herstellung. fiftyfifty organisiert mit dem Projekt „Underdog“ tierärztliche Hilfe für Straßenhunde. „east west“ kümmert sich um Armutsmigranten aus Osteuropa. fiftyfifty ist Partner des Straßenzirkus‘ „Upsala“ aus St. Petersburg. www.fiftyfifty-galerie.de