Mobile Hilfe für obdachlose Menschen in der Nacht.

Situation

Armut und Obdachlosigkeit sind Schicksale, die schuldlos oder schuldig viele treffen können. Manche befreien sich daraus aus eigener Kraft, viele aber brauchen dauerhaft Hilfe, um zu überleben. Staatliche Unterstützungsleistungen und kommunale oder karitative Anlaufstellen sind in Deutschland vorhanden und können über Tag genutzt werden. Aber was passiert mit denen, die nach 22 Uhr noch auf der Straße sind? Wenn Kälte und die Aggressivität zunehmen, wenn die soziale Kontrolle versagt und isolierte Menschen zum Opfer von Gewalt werden. Wenn mit der Dunkelheit auch der Mut sinkt, braucht es einen Ansprechpartner.

Hilfsansatz und Zielgruppe

Das im Jahr 2011 ins Leben gerufenen Projekt gutenachtbus schließt die Lücke durch privates Engagement. Mit Hilfe von Spenden richteten vision:teilen und fiftyfifty einen Mercedes-Sprinter als mobiles Ess- und Sprechzimmer ein, der in Notfällen auch für den Personentransport genutzt wird. Der Bus wird ganzjährig eingesetzt und unter der Leitung eines Sozialarbeiters von Ehrenamtlichen begleitet, die die Nöte der Obdachlosen auf der Straße kennen. Mit diesem niederschwelligen Hilfsangebot bieten wir den oft ausgegrenzten Mitbürgerinnen und Mitbürgern einen abendlichen Treffpunkt, an dem sie willkommen sind und der für sie eine warme Mahlzeit, saubere Kleidung und ein gutes Gespräch bereit hält.

Ziele und Maßnahmen

Um das Angebot ganzjährig aufrecht erhalten zu können, bedarf es einer ausgeklügelten Logistik und Planung. Das betrifft sowohl den Einsatz der Ehrenamtlichen, als auch die Beschaffung, Sortierung, Lagerung und Ausgabe von Sach- und Kleiderspenden. Dies geschieht am Vereinssitz in Pempelfort, Schirmerstraße 27.

Einsatzorte 

  • 22.00 – 23.00 Uhr: in der Altstadt (an der Dominikanerkirche/Kommödchen)
  • 23.30 – 00.30 Uhr: am Hauptbahnhof (Karlstraße/Ecke Friedrich-Ebert-Strße)   
      

Einsatztage

Ganzjährig, Montag bis Donnerstag. Bei Temperaturen unter 0°C ist das gutenachtbus-Team darüber hinaus aufsuchend tätig. Die Zeiten können dann in diesem Fall variieren. 

Benötigte Mittel

Finanzielle Untertützung Das Projekt finanziert sich ausschließlich durch Spenden und Zuwendungen Form von Sach- oder Geldspenden unterstützen möchten. Vielen Dank! Jetzt spenden

Sachspenden Wir freuen uns jederzeit sehr über Sachspenden. Eine Liste mit aktuellen Bedarfen finden Sie unter Neuigkeiten. Ganzjährig freuen wir uns über:

  • Instantkaffee, Instantsuppen, H-Milch, Zucker, Pappbecher, Süßigkeiten
  • Turnschuhe und Boots Größe 43-45, Jeans W33-34 L32, Boxershorts L/XL
  • Schlafsäcke (im Winter ab Komforttemperatur 0°C), Isomatten und
  • Woll-/Fleecedecken werden zu jeder Jahreszeit dringend gebraucht

Neu: Der Einstieg bei Housing-First - eine Erweiterung des gutenachtbus- Konzeptes

In Kooperation mit fiftyfifty und dem Housing-First Fonds hat vision:teilen im April dieses  Jahres eine erste Wohnung erworben, die ausschließlich für Vermietung an Obdachlose gedacht ist. Sie wird inzwischen von einem Langzeitobdachlosen genutzt, der zurzeit von fiftyfifty begleitet wird. Mit diesem Einstieg bekennt sich vision:teilen dazu, dass der beste Weg für eine Eingliederung von Obdachlosen ein Dauermietvertrag ist, der ihnen erlaubt sich gleichsam von selbst in die normale Gesellschaft zu integrieren.

Weitere Informationen zu Thema "Housing First" bei vision:teilen

Wenn Sie sich ehrenamtlich engagieren oder uns anderweitig unterstützen wollen, melden Sie sich bei unserern Projektleitern Katahrina Honus und Ahmad, Jabbari-Arfaei.